
Fliegende Gänge, Masse und Adel. Wer gerät bei Welsh-Ponys und Cobs nicht ins Schwärmen?
Die Welsh-Ponys stammen aus dem Bergland von Wales. Typisch sind edle Köpfe bei einem kräftigen Körperbau. Die Bewegungen sind raumgreifend mit energischen Schub aus der Hinterhand und durchaus auch mit Aktion. Anspruchslos in der Haltung, Offenstall wird bevorzugt, und vielseitig einsetzbar sind sie ideale Familienpferde, finden aber auch ihre Verwendung in fast allen Sparten des Pferdesports.
Das Besondere an der Rasse Welsh sind die vier Sektionen, in die sie unterteilt werden:

Das Welsh-Mountain-Pony, Sektion A, ist der Ursprung der anderen Sektionen. Seine Wurzeln liegen im Keltischen und es lebt bis heute wild in
den Bergen von Wales. Man erkennt ein WelshA-Pony an dem kräftigen Fundament, dem edelsten Kopf aller Welsh mit seinen großen Augen. Mit
einem Stockmaß von maximal 122 cm ist es die kleinste der Welsh-Sektionen.
Es ist ein ideales Kinderpony, verfügt aber auch über hervorragende Fahreigenschaften, so dass es auch im internationalen Fahrsport zu finden
ist.

Das Welsh-Pony, Sektion B, ist ein aus dem Welsh-Mountain-Pony durch gezielte Kreuzungen gezüchtetes Kinderreitpony. Es ist etwas leichter und hat weniger Aktion. Es wird bis 137 cm groß und wird sowohl als Reit- und Tunierpony für Kinder eingesetzt, als auch im Fahrsport.

Das Welsh-Pony im Cob-Typ, Sektion C, wird genau so groß wie die Sektion B, hat allerdings einen kräftigeren Körperbau und mehrere Merkmale des Welsh-Cobs. Es ist sowohl als Kinder- als auch als Erwachsenenreitpferd geeignet und ist auch im Fahrsport zu sehen. Diese Sektion ist leider in Deutschland zahlenmäßig recht schwach vertreten.

Der Welsh-Cob, Sektion D, ist mit einem Stockmaß ab 137 cm die größte und kräftigste Sektion der Welsh. Er wird seit mehr als 800 Jahren in Wales gezogen und ist dort als Farm-, Kutsch- und Jagdpferd geschätzt. Hierzulande findet er seine Verwendung als Familien-Freizeitpferd, bringt aber auch im Turnier- und Fahrsport bis auf internationalem Niveau gute Leistungen. Wie der Name schon sagt - Cob bedeutet Brocken - wird Wert auf ein kräftiges Fundament gelegt, der Kopf soll jedoch edel mit Pony-Charakter sein und im Trab, wo durchaus Aktion zu sehen ist, fliegen die Fesselhaare.

Das Welsh-Partbred bildet keine eigene Sektion, umfasst jedoch alle Ponys und Pferde mit einem Welshblut-Anteil von mindestens 12,5%. Erwünscht sind der Welshtyp und deutliche Reitponymerkmale, die es zu einem beliebten und erfolgreichen Reit- und Tunierpony machen. Übrigens: Der Großteil der Deutschen Reitponys führt Welshblut, da diese Rasse unter anderem auf Welsh-Ponys aufgebaut wurde.
Die ausführlichen Sektionsbeschreibungen sind auf der Homepage und im Jahrbuch der IG Welsh zu finden.