Rückblick 2 - Bundesschau 2019

von Ilka Rosenthal

43. Bundesschau der IG Welsh in Ostbevern

 

Und wieder einmal war es soweit: die alljährliche Bundesschau der IG Welsh stand an. In diesem Jahr jedoch nur in kleiner Pferdebesetzung, dafür aber um so bedeutender für die Rosenthal-Family, da Ilka zusammen mit Simon Bigley (Llanarth, GB) die Zuchtklassen richten sollte! Dies bedeutete, dass wir keine Cobs ausstellen durften, aber den sportlichen Aktivitäten von Jamiro und Leni stand nichts im Wege.

 

Durch ihre zahlreichen guten Platzierungen bewiesen die Beiden einmal mehr, dass sie ein eingearbeitetes Team sind und das konstante Training sich durchaus gelohnt hat. Das Ergebnis von einem 2. Platz in der Junior Trophy, einem 3. Platz in der Junioren-Vielseitigkeit und einem 4. Platz im Spring-Championat kann sich doch sehen lassen!

 

Ebenfalls mit von der Partie waren Anja mit Jake und Ilona mit Merlin, Eva und Sophia mit Randeck Ruby, Annika und ein ganzes Team Daumendrücker, helfende Hände, Nerven-Beruhiger, Fotografen, Verpflegungs-Beauftragte und Anfeuerer :-D

Danke - ohne euch geht es nicht!

 

Ergebnisse:

Junior Trophy: 2. Leni und Jamiro

Junior Handlung: 3. Leni und Randeck Ruby, 4. Annika und Mr. President

Rittigkeit Junioren: (6.) Leni und Jamiro
Gelände Junioren: 3. Leni und Jamiro
Trail Junioren: 1. Leni und Jamiro
Juniorenvielseitigkeit: 3. Leni und Jamiro

Rittigkeit: (16.) Eva und Ruby
Trail: Fine und Ruby
Sattelklasse: 3. Eva und Ruby

Welshhunterspringen Stufe 1: 6. Leni und Jamiro, 10. (1. Reserve) Eva und Ruby
Welshhunterspringen Stufe 2: 8. (1. Reserve) Leni und Jamiro
Welshgeschicklichkeitsspringen: 3. Leni und Jamiro

Springchampionat: 4. Leni und Jamiro

A-Dressur 1: 8. (1. Reserve) Eva und Ruby
A-Dressur 2: (12.) Eva und Ruby

Freizeitfahrereignungsprüfung: 5. (1. Reserve) Ilona und Merlin
Trail an der Hand: (8.) Anja und Jake

 

Glückwunsch auch an die weiteren Siegerländer Fahrer Sarah Langenbach und Marvin Peter mit ihren Welsh B- und PB-Gespannen!

 

Bericht, Ergebnisse uvm. unter www.ig-welsh.de/das-war-die-43-bundesschau/

 

Richterbericht von Ilka Rosenthal

(veröffentlicht im Jahrbuch 2020 der IG Welsh e.V.

 

(...) Sonntagmorgen, 7.55 Uhr – da liegt er, der Bundschau-Zuchtring, noch jungfräulich. Von klein auf kenne ich ihn, von außen und von innen, mit meinem Kinderpony an der Hand und mit unseren Cobs, bis zu den höchsten Championaten, wenn die Beine schwer werden und der Kopf nur sagt „Renn! Es geht um alles!“.

Nun soll ich in der Mitte stehen – eine große Ehre und Verantwortung! Mehrjährige Ausbildung, Zeit, Herzblut, Stunden im Ring, Vorbereitung, Outfit, Wetter – alles passt. Also durchatmen und „Rein!“.

 

Pünktlich um 8.00 Uhr beginnen wir mit den Klassen der 1- und 2-jährigen, es folgen die Fohlen. Auch wenn die Anzahl überschaubar ist, die Qualität überzeugt. Die überwiegend gute bis ausgezeichnete Qualität der Ponys zieht sich auch durch alle weiteren Klassen. Dies macht das Richten nicht einfacher, aber zu einem großen Vergnügen! Mein großer Dank geht an die Aussteller, die auch ihre schon hoch prämierten Tiere vorstellen und sich nicht vor Konkurrenz fürchten. Gerne hätte ich in einem Kommentar meine Wertschätzung zum Ausdruck gebracht und den Zuschauern gegenüber die besonders stark besetzten Klassen hervorgehoben, in denen auch die platzierten Ponys Typ, Korrektheit und Bewegungsqualität hervorragend in sich vereinten. Hier möchte ich vor allem nennen: Die Fohlen-, Jugend- und Stutenklassen der Sektion C, die Stuten der Sektion A und die Hengstklassen der Sektionen A, B und D.

 

Einiges Kopfzerbrechen hatte (nicht nur) mir im Vorfeld der Zeitplan gemacht: 2 min pro Pony waren angesetzt. Auch wenn von den über 100 für unseren Ring genannten Ponys nicht alle vorgestellt wurden, der Ablauf zügig war und vor allem Maike Wedemeyer als Ringsteward einen hervorragenden Job gemacht hat – wir hatten keine Chance, die Zeiteinteilung einzuhalten und wurden nur durch den unbeabsichtigten „Stundensprung“ im Plan vor massiven Verschiebungen bewahrt. Es zählt nämlich nicht der erste spektakuläre Trab beim Einlaufen, auch nicht der „Geschmack“ des Richters. Alle Aussteller nehmen viel Aufwand auf sich, um ihr Pferd zu präsentieren und haben ein Anrecht auf eine angemessene Beurteilung – im Trab, im Stand und auch im Schritt! Aufgrund des Zeitdrucks mussten Simon und ich den Schritt in den meisten Klassen „nebenbei“ begutachten. Meiner Meinung nach wäre es jedoch für viele Ponys vorteilhaft gewesen, auf einer Schrittrunde zur Ruhe zu kommen und zu zeigen, dass Welsh Schritt gehen können und es auch tun.

 

Am Ende haben wir in spannenden Championaten würdige Sektions- und Reservesieger in teilweise sehr engen Entscheidungen gefunden. Im Tageschampionat wurde es noch einmal für alle Beteiligten spannend. In dem hochklassigen Feld stachen zwei Hengste besonders hervor, und einer hielt von ersten bis zum letzten Trabtritt, was seine gesamte Präsenz versprach: Störtebeckers Dorkas wurde Bundesgesamtsieger vor Aleanto Gambler.

 

Leider musste Simon dann sehr zügig zum Flughafen, sodass er die Abschlussparade nicht mehr erleben konnte. Es ist jedes Jahr wieder ein besonderer Moment, wenn die Champions aus drei Tagen Sportwettbewerben und der Zuchtschau einmarschieren – ein einzigartiges und beeindruckendes Bild unserer vielseitigen und bunten Welsh-Familie.

 

Mein Dank geht an alle vor und hinter den Kulissen, die für den reibungslosen Ablauf, Ehrenpreise, Verpflegung uvm. gesorgt haben. Und auch an die Zuschauer, Besitzer und Vorführer. Auch wenn den ein oder zwei Personen in der Mitte des Rings große Bedeutung zugemessen wird, ohne die vielen, vielen Menschen um sie herum wäre die Bundesschau nichts.

 

Die Bundesschau ist jedes Jahr etwas ganz Besonderes, egal aus welcher Perspektive man sie erleben darf.

 

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